Milzerkrankungen
Die Milz betreffende Erkrankungen. So kann sich die Milz vergrößern (Splenomegalie), und dadurch auch ihre Aktivität erhöhen (Hypersplenismus). Bei einer Rechtherzschwäche oder einer Leberzirrhose staut sich Blut in die Milz zurück (Stauungsmilz). Setzt sich ein Blutgerinnsel in den Gefäßen fest, die Blut von der Milz zum Herzen transportieren, entsteht eine Milzvenenthrombose. Wenn zu wenig Blut durch die Milz fließt, um diese ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen zur versorgen, bildet sich ein Milzinfarkt. Unfallbedingt oder nach einer Attacke mit stumpfen Waffen ziehen sich Menschen oft einen Milzriss zu. Krebserkrankungen der Milz sind eher selten. Bei bösartigen Milztumoren handelt es sich nämlich meist um Metastasen anderer Tumoren.
Milzinfarkt
Absterben von Milzgewebe. Ein Milzinfarkt entsteht, wenn zu wenig Blut durch die Milz fließt, um diese ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen zur versorgen. Dies ist der Fall, sich die Milz stark vergrößert (Splenomegalie), wenn sich Blutgefäße entzünden oder wenn der Patient an Sichelzellanämie oder Leukämie erkrankt ist. Die Betroffenen leiden häufig unter Schmerzen im linken Oberbauchbereich. Häufig muss der Arzt die Milz herausoperieren.
Milztumoren
Gut- und bösartige Gewebewucherungen der Milz. Gutartige Milztumoren sind eher selten. Meist handelt es sich dabei um flüssigkeitsgefüllte Bläschen (Zysten) oder Wucherungen von Blut- oder Lymphgefäßen (Lymphangiome). Bei bösartigen Milztumoren handelt es sich meistens um Metastasen von Tumoren der Brust oder des Magens. Entsteht ein Milztumor direkt in der Milz geht er meistens vom Lymphgewebe aus (Lymphom).
Milzuntersuchung
Diagnoseverfahren, die der Arzt anwendet, um zu erkennen ob die Milz erkrankt ist. Die Milz ist ein Teil des Lymphsystems, bildet weiße Blutkörperchen und baut rote Blutkörperchen ab. Mit am besten geeignet zur Milzuntersuchung ist ein Ultraschall des Bauchraums. Benötigt der Arzt weitergehende Information, bedient er sich der Computertomografie oder des Kernspins. Will er die Milzfunktion überprüfen, verabreicht er dem Patienten radioaktiv markierte rote Blutkörperchen und beobachtet, wie schnell die diese Milz abbaut.
Milzvenenthrombose
Verschluss der Gefäße, die Blut von der Milz zum Herzen transportieren, mit einem Blutgerinnsel. Eine Milzvenenthrombose entsteht, wenn benachbarte Organe wie die Bauchspeicheldrüse entzündet sind die Blutgerinnung gestört ist oder eine Infektions- oder Krebserkrankung vorliegt. Da sich das Blut in der Milz staut, schwillt diese zunächst an und vergrößert sich (Splenomegalie). Später kommt es auch zum Verschluss der Vene, die Blut aus den Verdauungsorganen zur Leber leitet (Pfortaderthrombose). Im schlimmsten Fall ergibt sich daraus eine lebensbedrohliche Situation, die eine operative Entfernung der Milz erforderlich macht.
Mimik
Bewegungen der Gesichtshaut. Über die Mimik kann der Mensch seine Gefühle auch ohne Worte mitteilen und Einfluss auf sein Gegenüber nehmen. Bei einigen Krankheiten wie der Parkinson-Krankheit und der Sklerodermie ist die Mimik stark eingeschränkt (Maskengesicht).
mimische Gesichtsmuskulatur
Etwa 20 Muskeln, welche die Gesichtshaut bewegen und dadurch den Gesichtsausdruck verändern. Damit ermöglichen sie dem Menschen, sich ohne Worte zu verständigen. Teilweise bewegt die mimische Muskulatur auch die Kiefer und ist somit am Kauvorgang beteiligt. Die mimische Gesichtsmuskulatur steuert hauptsächlich der Nervus facialis.
Mineralisation
Verstärkung von Körperstrukturen durch Einlagerung von Mineralien. So festigen Kalzium und Phosphat die Knochenstruktur und Fluorid härtet die Zähne. Die Mineralisation nimmt krankhafte Züge an, wenn Harnbestandteile zu Nierensteinen auskristallisieren oder Gelenke verknöchern.
Minor-Test
Verfahren zum Nachweis, ob bei einer Bluttransfusion die Abwehrstoffe des Spenders die roten Blutkörperchen des Empfängers zerstören (Kreuzprobe). Hierzu mischt der Laborant auf einem Glasplättchen das Blutserum des Spenders mit den roten Blutkörperchen des Empfängers. Verklumpt das Gemisch innerhalb der ersten 20 Minuten, ist eine Bluttransfusion nicht möglich.
Mischinfektion
Gleichzeigtiger Befall des Körpers mit verschiedenen Erregern, die alle die gleiche Krankheit auslösen. Oft sind die Bedingungen für die einzelnen Erreger günstiger, wenn sie zusammen auftreten, als wenn sie den Körper alleine angreifen.